In fremden Schuhen

Ein Beitrag von Aileen Warnken zum Schreibwettbewerb 2009 der Mediothek

Was könnte man doch alles tun,
steckte man in fremden Schuhen.
Ein neues Leben finge an,
und zöge dich in seinen Bann.

Ein Superstar in allen Ländern,
und stets ein voller Tourkalender.
Ein Laufstegmodel in Haut Couture
Und laufend Journalisten vor der Tür.

Vielleicht Pilot hoch in den Lüften,
begleitet von Benzingerüchen.
Endlos mit den Vögeln gleiten
In unbekannte, neue Weiten.

Doch sage mir wer wäre nicht,
gern einmal ein Bösewicht.
Schnelle Autos, Regeln brechen,
und zwischendrin sich an wem rächen.

Auf einer großen Bühne stehen,
von tausend Leuten live gesehen.
Dem Stefan Raab würd ich's gern zeigen,
den Sieg auf meine Fahnen schreiben.

Als Doktor könnt' man Leben retten,
Männer, Frauen, Kinder betten.
Deren Lebensqualität verbessern,
durch Chirurgie mit Hand und Messern.

Auch Sportler sein das wäre toll,
die Schränke mit Pokalen voll.
Auf das Siegertreppchen steigen,
und sich in dem Ruhme weiden.

Man würde so viel mehr begreifen,
man könnte nach den Sternen greifen.
Neue Türen ständen bereit,
doch seie klug, seie gescheit!

All das wäre amüsant,
doch jeder hätte bald erkannt:
Solch ein Trubel jeden Tag,
wenn er auch noch so schön sein mag,
mit Mode oder schusssicherer Weste,
der Alltag ist nun doch das Beste.
Drum wage ich mich dies zu schätzen:
Das eigene Leben ist durch nichts zu ersetzen.

Von© Aileen Warnken

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